Der Stammbaum der Tagfalter

Der Stammbaum, eine klar definierte hierarchische Gliederung aller Schmetterlinge wie auch aller anderen bekannten Lebewesen hat seine Wurzeln in der von Carl von Linné (1707 – 1778) eingeführten Binären Nomenklatur (Linnésche System). Diese für seine Zeit revolutionäre Systematik war, Carl Nilsson Linnaeus Glauben entsprechend, für ein unveränderliches Artenspektrum gedacht.

Mit der Einführung der Evolutionstheorie wie auch der Entwicklung der Wissenschaft ins besondere der genetischen Untersuchungsmöglichkeiten haben sich gewisse Korrekturen ergeben. Und auch heute noch werden einzelne Arten anderen Genera zugeteilt oder neue Genera bzw Unterfamilien eingefügt. So gesehen ist die Systematik der Schmetterlinge ein dynamisches Gebilde, das immer wieder aktualisiert wird. Daher kann die hier angeführte Systematik Fehler aufweisen. Ich bin jedoch bemüht Fehler auszumerzen und freue mich über jeden Hinweis.

Der Stammbaum der Tagfalter kann in der "Binären Nomenklatur" wie folgt gefunden werden.

  • Reich:    ANIMALIA
  • Stamm:    ARTHROPODA
  • Klasse:    INSECTA
  • Ordnung:    LEPIDOPTERA
  • Unterordnung:    DITRYSIA
  • Überfamilie:    PAPILIONOIDEA

 

In der Überfamilie PAPILIONOIDEA sind alle Tagfalter enthalten und werden ihrerseits in die vier Familien unterteilt.

  • LYCAENIDAE (auch als Bläulinge bezeichnet)
    Diese Familie beherbergt eher kleine Schmetterlinge, die mit schillernden Farben, allen voran Blau und Rot, aufwarten können. Die Hinterflügel vieler Arten tragen ein bis zwei Schwanzfortsätze.
    Zu den LYCANENIDAE zählen z.B. der Nierenfleck, der Feurfalter und der Himmelblaue Bläuling.
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z.B. Morpho rhetenor; Photo © by Thomas Neubauer

NYMPHALIDAE (auch als Edelfalter bezeichnet)
Die NYMPHALIDAE sind eine sehr große Familie, deren Mitglieder allesamt nur vier funktionale Beine haben. Das vorderste Beinpaar ist zu Putzpfoten zurückgebildet. Die NYMPHALIDAE sind von mittlerer bis großer Größe, können mit einer beeindruckenden Farbvielfalt aufwarten und sind im allgemeinen gute Flieger. Typische Vertreter sind z.B. das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs und der Monarch)
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z.B. Papilio blumei; Photo © by Thomas Neubauer

PAPILIONIDAE (auch als Ritterfalter bezeichnet)
Die Mitglieder dieser Familie sind weithin bekannt und zählen zu den am besten untersuchten Tagfaltern der Erde. Sie tragen meist leuchtende Farben, haben auf ihren Hinterflügeln oft Schwanzfortsätze und halten mit Abstand den Größenrekord unter den Tagfaltern. Zu dieser Familie gehören z.B. der Schwalbenschwanz, der Segelfalter und der Apollofalter.
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z.B. Hebomoia leucippe; Photo © by Thomas Neubauer
  • PIERIDAE (auch als Weißlinge bzw. Gelblinge bezeichnet)
    Wie der Name schon andeutet sind in dieser Familie die Farben Weiß und Gelb sehr weit verbreitet. Die PIERIDAE sind von mittlerer Größe, weit verbreitet und schätzen zu so mancher Leute Leidwesen Kohlgewächse als Raupenfutterpflanze. Typische Vertreter sind z.B. der Kohlweißling, der Zitronenfalter und die Goldene Acht.
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