Gastautor: Rudolf Faustmann

Foto © by Rudolf Faustmann

Seit meiner Jugend beschäftige ich mich schon mit Entomologie. Begonnen hat es damit, dass ich im Rahmen eines Schulprojektes phänologische Beobachtungen im Zusammenhang mit Insekten notierte.

Des öfteren galt es auch, die Gärten und die landwirtschaftlichen Anbauflächen nach Schädlingen abzusuchen. Schließlich wuchs mein Interesse an dem 'Ungeziefer' und ich begann eine Sammlung anzulegen.

Ein glücklicher Zufall liess mich die Bekanntschaft eines Entomologen machen, welcher mir mit wertvollen Ratschlägen und entomologischer Grundausstattung die Schwierigkeiten der Anfangszeit erleichterte.
Viele Jahre später umfaßt meine Sammlung nun die meisten der im Industrieviertel Niederösterreichs vorkommenden Tagfalter, Nachtfalter sowie auch viele Käfer. Auch die digitale Fotografie hielt Einzug und ich begann, interessante Insekten in deren verschiedenen Stadien fotografisch festzuhalten, um diese Bilder im Internet den Websurfern zugänglich
zu machen.
 
Ich will dem interessierten Websurfer zeigen, dass Entomologie mehr ist, als das Töten, Präparieren und Katalogisieren von Insekten. Entomologie ist eine Reise in das verborgene Imperium der Insekten, ist das Kennenlernen ihrer Lebensgewohnheiten, ihrer Feinde, ihrer bevorzugten Aufenthaltsplätze und ist vor allem ein Naturerlebnis in den schönsten Gebieten unseres Landes.

Leider mußte ich schlussendlich meine eigene Homepage über Entomologie wegen technischer Probleme und mangels Zeit für die Betreuung aufgeben. Umso erfreulicher ist es aber, dass ich hier auf Butterflycorner.net die Möglichkeit habe als Gastautor eigene Beiträge zu schreiben bzw. Teile meiner alten Homepage hier zu posten.
 

Viel Vergnügen beim Durchblättern meiner
Beiträge!

Rudolf Faustmann


Gedanken über den Naturschutz...

Wer Insekten einzig und allein als Wirtschaftsgut, als Spekulationsobjekte sammelt und wer Insekten zu Zwecken verkauft, die der rein persönlichen Befriedigung des Käufers dienen (z.B. Schaukasten in Vorräumen und Wartezimmern) handelt in den Augen eines Entomologen unmoralisch und verstößt gegen das Ethos der verantwortungsbewußten Sammlergemeinschaft."   (Arbeitsgemeinschaft österreichischer Entomologen)
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Naturschutz in der Forstwirtschaft - Beispiel: Hirschkäfer

Von ca. 1300 totholzbewohnenden Käferarten stehen heute 60% auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere, darunter neben dem bekannten Hirschkäfer auch Arten wie der Große Eichenbock, der Alpenbock oder der sogenannte Eremit. Dabei mangelt es nicht generell an totem Holz in den Wäldern. Der Anteil der Totholzmasse von Fichten ist aufgrund niedriger Holzpreise und vernachlässigter Waldpflege heute sogar noch größer als vor zwanzig oder dreissig Jahren.
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Naturschutz im niederösterreichischen Industrieviertel?

In den Weinanbaugebieten des Wiener Beckens kam bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts der äußerst farbenprächtige Osterluzeifalter vor. Was ist aus ihm geworden?
Dort, wo sich heute das Industriegebiet  bei der Wiener Neustädter Nordspange bzw.  der Civitas Novae erstreckt, war noch vor 10 Jahren das letzte Rückzugsgebiet des Bärenspinners Arctia hebe. Hat er ein anderes Rückzugsgebiet gefunden?
Der Triel (Burhinus oedicnemus) zählt zu den seltensten Brutvögeln Österreichs. Die zwei einzigen, derzeit bekannten Brutplätze finden sich mit gesamt 10-12 Brutpaaren im Osten Niederösterreichs. Ihr Schutz ist Gegenstand eines seit 1995 vom Amt der NÖ Landsregierung / Abteilung Naturschutz mitfinanzierten Artenschutzprogrammes. Wie erfolgreich sind diese Maßnahmen?
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Wie können seltene und wertvolle Insekten geschützt werden?

Der verantwortungsvolle Entomologe weiß natürlich, dass der Schutz von endemischen Arten sowie etlicher anderer besonders gefährdeter Arten dringend notwendig ist und durch geeignete Maßnahmen gewährleistet sein muss. Doch welcher Art sind diese Maßnahmen?
Die spontane Antwort auf diese Frage lautet in der Regel: Ein Verbot für das Fangen bedrohter Schmetterlingsarten, wie z.B. dem Apollofalter. Aber ist dies wirklich alles was wir tun können, oder gäbe es andere, wirkungsvollere Maßnahmen?
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