Iphiclides podalirius (Segelfalter, Le Flambé, Scrarce Swallowtail)

Iphiclides podalirius, auch als Segelfalter oder Scarce Swallowtail bezeichnet gehört wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) zu den Papilionidae / Ritterfaltern der Paläarktis (Schwerpunkt Europa und Asien). Die Erstbeschreibung erfolgte 1758 durch Linnaeus. Mit einer Flügelspannweite von 6,5 – 8,0 cm ist der Segelfalter eine Spur größer als der Schwalbenschwanz und zählt damit auch zu den größten Tagfaltern Europas. Der Schmetterling hat eine weiße bis leicht gelbliche Grundfärbung mit charakteristischen Tigerstreifen darauf.

 

Detailierte Bilder zur Bestimmung des Schmetterlings

Photo © by Thomas Neubauer; 10.09.2006, Wien
Photo © by Thomas Neubauer; 30.07.2006, Botanischer Garten, Wien
Photo © by Thomas Neubauer; 30.07.2006, Botanischer Garten, Wien
Photo © by Thomas Neubauer; 25.06.2007, Donauinsel, Wien
Photo © by Thomas Neubauer; 30.07.2006, Botanischer Garten, Wien
Photo © by Thomas Neubauer 08.07.07 Wien
Photo © by Thomas Neubauer 08.07.07 Wien
Photo © by Thomas Neubauer; 25.06.2007, Donauinsel, Wien

Hier sind einige Fotos von Iphiclides podalirius (Segelfalter, Le Flambé, Scarce Swallowtail). Iphiclides podalirius gehört zu den Papilionidae / Ritterfalter der Paläarktis (Schwerpunkt Europa und Asien).


Beschreibung

Die Vorderflügel des Schmetterlings tragen am Rand eine einheitlich schwarz gefärbte Binde. Daran anschließend verlaufen 5 schwarze, spitz zulaufende, fangzahnartige Streifen quer über den Flügel. Der äußerste Streifen kann mit der Binde teilweise verschmelzen und der mittlere Streifen trägt angedeutet eine helle Kernzone. Direkt um den Körper ist noch eine dunkle Zone.
Die Unterseite zeigt im wesentlichen das Muster der Oberseite, jedoch mit kleinen Unterschieden. Die schwarze Bind ist hier auf einen sehr dünnen Strich reduziert. Der daran angrenzende spitz zulaufende Streifen ist nur durch seine Umrandung zu erkennen, er ist nicht mehr schwarz gefüllt. Der mittlere Streifen zeigt nun deutlich die helle Kernzone.

Die Hinterflügel des Segelfalters sind ausgezahnt und tragen einen langen Schwanzfortsatz in Schwarz mit gelber Spitze, der deutlich länger ist als beim Schwalbenschwanz. Am Rand verläuft eine dunkel bestäubte Zone, die eine Reihe sichelmondförmiger, blauer Flecken beinhaltet. Die Hinterflügel tragen nur einen Streifen, der quer über den Flügel verläuft, jedoch scheinen weitere Streifen von der Unterseite durch. Die dunkle Zone um den Körper herum verläuft am gesamten Innenrand bis zum Auge. Das Auge ist oval, blau gefüllt und hat einen Liedschatten in Orange.
Die Unterseite trägt einen zusätzlichen Streifen. Der Streifen, der bereits auf der Oberseite zu sehen ist, ist hier in zwei Teile zerfallen, die einen Innenbereich in Orange umschließen. Von den sichelmondförmigen Flecken sind nicht mehr alle mit Blau gefüllt.

Der Körper des Schmetterlings ist von oben gesehen schwarz, auf der Seite jedoch gelb mit zwei schwarzen Längsstreifen.

Geschlechtsunterschiede: Keine. Beide Geschlechter tragen die gleiche Flügelzeichnung.


Verbreitung

Der Segelfalter, Iphiclides podalirius, ist in der gesamten Paläarktis (Schwerpunkt Europa und Asien) mit Ausnahme Nordafrikas beheimatet. Sein Verbreitungsgebiet umfasst ganz Europa und Asien bis zum nördlichen Polarkreis.

Grundsätzlich ist der Segelfalter in den wärmeren Gebieten der Paläarktis zu Hause. Die Falter wandern jedoch sehr weit umher und können so in heißen Sommern auch den Norden erobern.

Diese Weltkarte zeigt die zoogeographischen Zonen, in denen die jeweilige Spezies beheimatet ist.

Flugzeit

In seinem nördlichen Verbreitungsgebiet gibt es von Mai bis Juli nur eine Generation, im Süden hingegen zwei, wobei die Falter hier von Mai bis September zu beobachten sind.


Futterpflanzen

Schlehe, Kirschen, Weißdorn, Mandelbaum, Pfirsich, Felsenbirne.

Photo © by Thomas Neubauer, 28.04.2007

Allgemeines

Die Erstbeschreibung des Schmetterlings erfolgte 1758 durch Linnaeus. An dieser Stelle sei nur eine Unterart angeführt.

Zudem gibt es eine sehr ähnliche Spezies in Spanien und Nordafrika den
Iphiclides feisthamelii, der 1832 von Duponchel beschrieben wurde.

Die Raupe ist grün und verpuppt sich zu einer so genannten Gürtelpuppe, die am unteren Ende am Zweig fixiert ist und auf halber Höhe von einem Seidengürtel gehalten wird. Die Puppe ist im Sommer grün und die überwinternde ist braun. Die Art überwintert als Puppe.
In seltenen Fällen ist auf der Oberseite der Vorderflügel ein kleiner zusätzlicher Streifen zu beobachten.

Photo © by Thomas Neubauer, 28.04.2007
Photo © by Thomas Neubauer, 03.05.2009

Hier ist ein Ei von Iphiclides podalirius (Segelfalter, Le Flambé, Scarce Swallowtail) abgebildet.

Photo © by Rudolf Faustmann
Photo © by Rudolf Faustmann

Hier ist die Raupe von Iphiclides podalirius abgebildet.

Photo © by Rudolf Faustmann
Photo © by Rudolf Faustmann
Photo © by Rudolf Faustmann

Hier ist die Puppe von Iphiclides podalirius abgebildet.


Schutzbestimmungen

Ähnliche bzw. nah verwandte Schmetterlinge

Iphiclides feisthamelii Duponchel 1832

Iphiclides podalirinus Oberthür 1890


Beobachtungstipp

Zur Mittagszeit versammeln sich die Falter, wie beim Schwalbenschwanz gerne auf Anhöhen, was die Partnersuche erleichtert. Dieses Verhalten wird als „Hilltopping“ bezeichnet.
Der Segelfalter gehört zu den Schmetterlingen, die man schon am Flugstil erkennen kann. Er ist ein Meister des Segelfluges, wobei ihn die langen Schwanzfortsätze der Hinterflügel stabilisieren. Diese Kunst führte wohl auch zu seinem Namen.


Wissenschaftlicher Name

Iphiclides podalirius Linnaeus 1758

Andere Namen

 Segelfalter
 Segelfalter
 Le Flambé
 Scarce Swallowtail
 Purjeperhonen
 Podaliriusfjäril; Segelriddare
 Chupa leche
 Paź żeglarz


Klassifizierung / Taxonomie / Stammbaum

Zum Stammbaum (Genus: IPHICLIDES)...


 

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