Was ist ein Schmetterling ?

Butterflycorner.net ist eine Homepage, die den Schmetterlingen in erster Linie den Tagfaltern gewidmet ist. So, da haben wir es schon: Tagfalter sind Schmetterlinge, aber wer zählt noch dazu? Gibt es eine genaue Definition für Schmetterling, die man in freier Natur anwenden kann?
Solche Fragen wollen wir in diesem Artikel bearbeiten. Wir wollen klären, wo die Schmetterlinge im Tierreich hingehören, wie ihr Körperaufbau aussieht und damit, wie man Schmetterlinge erkennt.
Schmetterlinge sind Insekten
Wenn man den Stammbaum allen Lebens auf Erden betrachtet, dann gehören die Schmetterlinge zur größten Klasse, die diese Systematik aufweist, den Insekten (INSECTA). Alle Mitglieder dieser Klasse zeichnen sich durch folgende, gemeinsame Körpermerkmale aus:
- Kopf
- Brust (Thorax)
- Hinterleib (Abdomen)
- 2 Fühler
- 6 Beine
Gut, jetzt wissen wir was ein Insekt ausmacht, aber sind wir auch schon richtig sattelfest?
Hier ein kleiner Test.
Welches der folgenden Fotos zeigt ein Insekt?
- Abb.1 Die Kreuzspinne ist kein Insekt, sie hat 8 Beine.
- Abb.2 Die Feuerwanze ist ein Insekt und gehört zur Ordnung der HEMIPTERA (Wanzen).
- Abb.3 Der Mistkäfer ist ein Insekt und gehört zur Ordnung der COLEOPTERA (Käfer).
- Abb.4 Die Libelle, ja die ist auch ein Insekt auch wenn man unmittelbar keine Fühler sieht. Sie gehört zur Insektenordnung der ODONATA (Libellen).
- Abb.5 Die Schabe ist wohl allgemein bekannt und gehört zur Insektenordnung BLATTODEA (Schaben).
- Abb.6 Das Heupferdchen ist auch ein Insekt und gehört zur Ordnung der ENSIFERA (Langfühlerschrecken)
Wir sehen also, dass nicht alles was so in unseren Breiten herumkrabbelt per Definition ein Insekt ist, auch wenn es zweifellos Gemeinsamkeiten gibt.
Der genaue Bauplan eines Schmetterlings
Der Kopf :
- Hier haben zwei große Facetten- oder Komplexaugen ihren Platz, mit denen die Schmetterlinge aber kein so gestochen scharfes Bild haben wie der Mensch. Vielmehr ist es ein Mosaik aus unzähligen Einzelbildern. Schmetterlinge sehen Licht aus dem ultravioletten Spektralbereich, was zu einer völlig anderen Farbwahrnehmung führt.
- Zwei Fühler, wie wir wissen ein typisches Kennzeichen für Insekten, ragen empor und tragen den Geruchs- sowie den Gleichgewichtssinn.
- Der Rüssel kann wie eine Uhrfeder aufgerollt werden und dient der Nahrungsaufnahme. Schmetterlinge haben keine Kiefer und können daher nur flüssige Nahrung wie zum Beispiel Blütennektar, Honigtau, Honig, Saft aus faulenden Früchten, Exkremente oder Leichensäfte zu sich nehmen.
- Die Labialpalpen sind dicht mit Sinneshärchen besetzt und dienen der Narungsprüfung.
Das Brustsegment (Thorax):
- Hier ist der Sitz der 4 Flügel und der zugehörigen Muskulatur, die den Schmetterlingen die Fähigkeit zum Fliegen verleihen. Die Zeichnung der Flügel stammt von den tausenden, kleinen, gefärbten Schuppen, die dachziegelartig den gesamten Flügel überziehen. Siehe: Warum sind Schmetterlinge bunt ?
- Weiters entspringen hier auch die 6 Beine, wobei man auf die Idee kommen könnte, dass manche Schmetterlinge nur 4 Beine haben. Die Wahrheit offenbart sich erst, wenn man ganz genau hinsieht. Alle Schmetterlinge haben 6 Beine, nur ist das vorderste Beinpaar bei den Vertretern der Edelfalter (Nymphalidae) stark zurück gebildet. Man nennt diese Falter daher auch Putzpfotenfalter. Die Beine tragen den Geschmacksinn.
Der Hinterleib (Abdomen)
- Der Hinterleib besteht aus einigen ringförmigen Segmenten und ist viel weicher als Kopf oder Brust. Am hinteren Ende sitzen die Genitalien, die von Art zu Art verschieden sind und daher als wichtiges Identifizierungsmerkmal für Fachleute dienen.
Unterteilungen innerhalb der Schmetterlinge
Zum Begriff Schmetterling fallen jedem von uns spontan sicher einige Vertreter wie z.B. der Zitronenfalter, das Tagpfauenauge oder der Kleine Fuchs ein. Das sind allesamt wunderbare Tagfalter, doch oft wird dabei übersehen, dass auch die im Verborgenen lebenden, oft nicht so prächtig und farbenfroh gezeichneten Nachtfalter zu den Schmetterlingen zählen. Dies ist umso bemerkenswerter wenn man sich vor Augen führt, dass von den ca. 140 000 bekannten Schmetterlingsarten nur etwa 20 000 als Tagfalter gelten.
Zum Glück gibt es einige Kriterien mit denen man einen Schmetterling sicher der einen oder anderen Kategorie zuteilen kann. Siehe: Tagfalter oder Nachtfalter ?









