Wozu braucht man Faunenregionen ?

Nun, als ich diese Homepage ins Leben rief hatte ich noch keine Ahnung von Faunenregionen. Um eine bessere Übersichtlichkeit zu erreichen teilte ich die Schmetterlinge mangels alternative den sechs Kontinenten zu.
Der Anfang war geschafft, doch schon bald stieß ich auf Widersprüche und ich erkannte das dieser Weg nicht der beste war. Schließlich stieß ich auf die Zoogeographie und ihre Faunenregionen, die mir erklären konnten, warum man mit politischen Karten und einer kontinentbasierten Einteilung nicht sehr weit kommt.

In Butterflycorner.net stecken noch immer die Grundzüge der kontinentalen Einteilung des Anfangs, jedoch wurden sie um die Aspekte der Faunenregion erweitert, was auch zu einer teilweisen Neuzuordnung mancher Spezies geführt hat. Des Weiteren genießt EUROPA einen besonderen Stellenwert. Da dies eine österreichische Homepage ist, die sowohl für Laien als auch Fachleute attraktiv sein soll sind die "einheimischen Arten" leicht im Schwerpunkt EUROPA der Paläarktis zu finden.

 

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Wie entstehen Faunenregionen ?

Wie oben bereits geklärt unterscheiden sich Faunenregionen durch ihr Artenspektrum von einander. Diese Unterschiede - als triviales Beispiel sei das Känguru genannt, das in Australia, nicht aber in Austria vorkommt - entstehen nicht von ungefähr und bedingen ihrerseits eine sehr, sehr lange, erdgeschichtliche Zeitspanne der eigenständigen Entwicklung.

Das führt zum nächsten Punkt, denn eine solche eigenständige Entwicklung kann nur dann erfolgen, wenn sich die Faunenregionen nicht gegenseitig beeinflussen, sich also abgrenzen. 

Sagten wir vorhin nicht, dass sich Schmetterlinge nicht um Grenze kümmern? Ja, das ist richtig, doch die Natur kann, was der Mensch nicht kann.

Ein Beispiel:
Es ist selbsterklärend, dass Amerika die Entwicklung der afrikanischen Faunenregion (Afrotropis) nicht beeinflussen kann.  Die Überquerung des Atlantis ist für ein Flugzeug eine Sache von Stunden, doch für einen Schmetterling ein Ding der Unmöglichkeit.
So weit so gut, doch Amerika ist selbst in zwei Faunenregionen geteilt. Wie konnte das geschehen?
Die relativ schmale und lang gezogene Verbindung zwischen Nord- und Südamerika  wird vermutlich neben klimatischen Einflüssen zu einer mangelnden Artendurchmischung geführt haben, sodass sich die Nearktis neben der Neotropis entwickeln konnte.

Grundsätzlich kann man festhalten, dass Faunenregionen durch räumliche, geographische Hindernisse (Ozeane, Wüsten, mächtige Gebirgszüge) und klimatische Unterschiede getrennt sind.

 

Die Faunenregionen der Welt

Auf dieser Karte kannst du die ungefähre Ausdehnung der fünf großen Faunenregionen der Welt, die wie folgt bezeichnet werden, sehen.

  • Nearktis (Nordamerika)
  • Paläarktis (Europa/Asien/Nordafrika)
  • Neotropis (Südamerika)
  • Afrotropis (Afrika)
  • Indo-Australis (Indien/Australien)

Wenn man weiter ins Detail geht, können noch weitere Regionen genannt werden. Z.B. die Madagassis (Madagaskar), oder die Orientalis (Indien) und die Australis (Australien).
(Im Sinne einer leicht durchschaubaren Ordnung werden diese Feinabstimmungen jedoch nicht berücksichtigt.)


Was sind Zoogeographie und Faunenregionen?

Das klingt sehr wissenschaftlich und befremdlich, doch ist das Grundprinzip leicht zu verstehen.

Auf den Punkt gebracht beschäftigt sich die Zoogeographie mit der geographischen Abhängigkeit und Differenzierung des jeweils vorkommenden Artenspektrums.
Es ist wohl jedermann klar, dass nicht auf der ganzen Welt dieselben Tierarten, in unserem Fall Schmetterlingsarten, vorkommen. Und durch die Erforschung dieser lokalen Unterschiede kann die Welt in so genannte Faunenregionen geteilt werden. Natürlich sind die Grenzen verschwommen, da sich Schmetterlinge nicht um von Menschenhand gezogene Grenzen kümmern und doch können grob fünf solcher Faunenregionen unterschieden werden.

 

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