Zerynthia polyxena (Osterluzeifalter, La Diane, Southern Festoon)

Zerynthia polyxena, auch als Osterluzeifalter, La Diane oder Southern Festoon bezeichnet ist ein überaus bezaubernd gezeichneter Schmetterling der Paläarktis (Schwerpunkt Europa und Asien). Die Erstbeschreibung erfolgte 1775 durch Denis & Schiffermüller. Mit einer Flügelspannweite von 4,5 – 5,5 cm ist der Osterluzeifalter ein kleiner Vertreter der Papilioidae. Der Schmetterling hat eine gelbe Grundfärbung, mit schwarzer und roter Zeichnung darauf.

 

Detailierte Bilder zur Bestimmung des Schmetterlings

Photo © by Thomas Neubauer, 28.04.2007
Photo © by Thomas Neubauer, 10.05.2009
Photo © by Thomas Neubauer, 28.04.2007
Photo © by Thomas Neubauer, 28.04.2007

Hier sind einige Fotos von Zerynthia polyxena (Osterluzeifalter, La Diane, Southern Festoon). Zerynthia polyxena gehört zu den Papilionidae / Ritterfalter der Paläarktis (Schwerpunkt Europa).


Beschreibung

Die Vorderflügel des Schmetterlings sind grundsätzlich gelb gefärbt. Eine stark ausgeprägte schwarze Wellenlinie zieht am äußeren Rand großzügig ihre Schleifen. Auf der Flügelvorderseite reiht sich ein unförmiger, schwarzer Fleck an den anderen. Die Aderzeichnung ist dunkel hervorgehoben. Am hinteren Rand sind noch zwei weitere schwarze Flecken.
Die Unterseite des Osterluzeifalters ist deutlich heller eingefärbt. Hier dominiert eine weiße bis hellgelbe Grundfärbung. Die schwarze Wellenlinie am Rand ist auch hier zu sehen, wobei sie teilweise in rot gehalten sein kann. Auch die Adern sind wieder dunkel hervorgehoben. Die unförmigen Flecken am Vorderrand sind jedoch in ihrer Farbgebung abgeändert. Jeder zweite Fleck ist in rot gehalten.

Die Hinterflügel von Zerynthia polyxena sind grundsätzlich gelb eingefärbt. Am Rand entlang zieht sich eine kräftige, schwarze Schlangenlinien, die großzügig ihre Schleifen zieht. Daran anschließend verläuft eine Reihe kleiner, roter Flecken, wobei auch kleine blaue Bereiche vorkommen können. Der körpernahe Bereich des Flügels ist schwarz. In der Mitte des Flügels ist ein schwarzer Fleck zu sehen, der in Längsrichtung von zwei gelben Strichen durchzogen wird.
Die Unterseite ist wieder deutlich heller, in weiß bis hellgelb gehalten. Alle Zeichnungen der Oberseite sind auch hier vertreten. Die Schlangenlinie ist jedoch in rot zu sehen, ebenso wie die zwei Teilungsstriche des schwarzen Flecks.

Der Körper des Schmetterlings ist von dunkel, von der Seite gesehen jedoch rötlich und weiß.

Geschlechtsunterschiede: Keine Unterschiede, beide Geschlechter tragen die gleiche Flügelzeichnung.



Verbreitung

Der Osterluzeifalters, Zerynthia polyxena ist in der Paläarktis (Schwerpunkt Europa und Asien) beheimatet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Spanien über ganz Südeuropa, rund ums Schwarze Meer bis nach Kasachstan.

Zerynthia polyxena ist aufgrund seiner seltenen Futterpflanze ebenfalls nie häufig anzutreffen.

Diese Weltkarte zeigt die zoogeographischen Zonen, in denen die jeweilige Spezies beheimatet ist.

Flugzeit

Der Osterluzeifalters ist von April bis Mai anzutreffen.


Futterpflanzen

Aristolochiaceen (Osterluzei):

  • Aristolochia clematitis
  • Aristolochia debilis
  • Aristolochia kaempferi
  • Aristolochia pistolochia
  • Aristolochia rotunda
  • Aristolochia sicula
Photo © by Thomas Neubauer, 28.04.2007

Allgemeines

Die Erstbeschreibung des Schmetterlings erfolgte 1775 durch Denis & Schiffermüller. Der Falter ist extrem variabel sodass zahlreiche Unterarten beschrieben wurden.

An der Anzahl seiner Unterarten und dem vergleichsweise kleinen Verbreitungsgebiet ist der Osterluzeifalter wohl der variabelste Schmetterling Europas. Vor allem variiert die Ausprägung und Lage der roten Flecken, ähnlich Parnassius apollo [Linnaeus, 1758] (Apollofalter, l´Apollon, Apollo)
Die Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen auf der Blattunterseite, aber auch an der Oberseite der Futterpflanze abgelegt. Die Raupe ist weißlich und trägt viele stachelige Warzen, die orange und schwarz eingefärbt sind. Die Metamorphose findet in einer schmalen Gürtelpuppe statt. Die Art überwintert als Puppe.

Das Verbreitungsgebiet überschneidet sich teilweise mit einem nahen Verwandten, dem Westlichen Osterluzeifalter, auch Spanisch Festoon genannt. Dieser Zerynthia rumina ist dem Osterluzeifalter sehr ähnlich jedoch können folgende Kriterien zur Unterscheidung herangezogen werden:

Photo © by Thomas Neubauer, 28.04.2007
Photo © by Thomas Neubauer, 28.04.2007

Hier sind Eier vom Osterluzeifalter zu sehen.

Photo © by Thomas Neubauer
Photo © by Thomas Neubauer

Hier ist die Raupe vom Osterluzeifalter zu sehen.


Schutzbestimmungen

Ähnliche bzw. nah verwandte Schmetterlinge

Allancastria cerisyi [Godart, 1824] (Östliche Osterluzeifalter, Eastern Festoon)

Zerynthia rumina [Linnaeus, 1758] (Westlicher Osterluzeifalter, Spanisch Festoon)


Beobachtungstipp

Der Osterluzeifalter liebt die Sonne und fliegt fast ausschließlich nur bei Sonnenschein. Aufgrund der stakt zurückgegangenen Futterpflanze ist der Osterlzeifalter vielerorts vom Aussterben bedroht und selbst da wo es ihn noch gibt, ist er nicht häufig zu beobachten.
Die Falter sind für Fressfeinde wie Vögel ungenießbar und tragen daher ihre rote Warnzeichnung offen zur Schau. Der Flugstil ist ruhig und langsam, aber aufgrund ihrer Ungenießbarkeit ist keine Eile geboten.


Wissenschaftlicher Name

Zerynthia polyxena Denis & Schiffermüller 1775


Andere Namen

 Osterluzeifalter
 La Diane
 Southern Festoon
 Zygzakowiec kokornakowiec


Klassifizierung / Taxonomie / Stammbaum

Zum Stammbaum (Genus: ZERYNTHIA)...


Zoogeographische Zuordnung

Paläarktis (Schwerpunkt Europa)

 

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